News aus Curaçao
AIR Berlin fliegt auch den Sommer durch von Düsseldorf direkt nach Curacao!
Curacao ist um ein spannendes Museum reicher!
Seit dem 15. September befindet sich eine Attraktion mehr auf Curacao - das Savonet Museum. Das mit 6,7 Millionen Gulden komplett restaurierte Landhaus Savonet im Christoffel Park, dem wichtigsten Nationalpark des Eilandes öffnet seine Pforten für einheimische Besucher und Touristen: Gegen eine Leihgebühr von 25 Florin können Interessierte Kopfhörer und Podcasts ausleihen und sich mithilfe dieses virtuellen Führers auf Englisch, Niederländisch oder Papiamento durch die Ausstellung leiten lassen. Während des Rundgangs erfährt man über die Ureinwohner Curacaos, den Arowak Indianern, sowie über die Sklavenzeit und bekommt Einblick in das Leben der Menschen, die vor Hunderten von Jahren auf Curacao lebten. Wie sah der Alltag dieser Menschen aus? Welche Rituale gaben den Menschen bei so bedeutenden Ereignissen wie einer Geburt, einer Trauung oder dem Tot Halt und Sicherheit? Wie lebten sie ihre Religion? Der Eintrittspreis beträgt 12,50 Florin für Erwachsene und 7,50 Florin für Kinder. Mehr Informationen sind via e-mail und telefonisch erhältlich: info@christoffelpark.org Tel.: 005999 - 864-0363
Immigrierte Feuerfische
Im Grunde war es nur eine Frage der Zeit: Im Oktober 2009 entdeckte man die ersten Feuerfische in den Riffen um Curacao. Gestreift wie Zebras mit langen, zierlichen Finnen – kurzum: ein prächtiger Fisch! Leider gilt dieser Neuzugang nicht als willkommener Einwanderer, stellt er doch eine ernste Bedrohung für die einheimische Artenvielfalt dar.
Ursprünglich vor der Ostküste Afrikas, vor Indonesien, Australien und Japan beheimatet, fanden einige Exemplare ein neues exquisites Zuhause in amerikanischen Aquarienbecken. So wurde dieser Schönling in den USA kurzzeitig beliebt. Zum Schrecken der stolzen Besitzer blieb jedoch im Handumdrehen kein Fisch mehr im Aquarium übrig – außer dem Feuerfisch selbst! Kein Wunder also, dass dieser Fisch mancherorts auch Korallen-TEUFEL genannt wird. Darum entsorgte so manch einer seinen Feuerfisch nicht via Bratpfanne (in manchen Gegenden wird für sein Filet 100 Dollar gezahlt), sondern setzte ihn mildtätig ins Meer aus, von wo er seinen Siegeszug gen Süden von Florida begann.
Das Problem ist, dass der Korallenteufel es vor allem auf die kleinen Fische abgesehen hat und kein Pardon für Jungtiere von größeren Fischen wie etwa dem Snapper oder dem Grouper kennt. Dadurch, dass diese vor der Geschlechtsreife gefressen werden, kommt es zu bedeutenden Veränderungen im Ökosystem. Zur Zeit zählt man in den Riffen einen Feuerfisch pro 100 Meter.
Für den Menschen stellt der Feuerfisch keine wirkliche Gefahr dar: Von Natur aus defensiv, greift der Fisch von sich aus nicht an und da er zwischen in den Korallenriffen lebt, ist die Wahrscheinlichkeit auf ihn zu treten, äußerst klein. Auch ein Stich ist zwar schmerzhaft, aber nicht tödlich. Taucher wissen: Don`t touch or disturb the animals or plants – you can be bitten or stung!
Aber der Feuerfisch hat eine Schwachstelle: Er verlässt nie sein Territorium, Taucher, die ihn entdecken, markieren seinen Standort mithilfe eines schwimmenden Korkens, der durch einen Faden und einem Stein an Ort und Stelle gehalten wird. Spezielle Teams der Nationalparkstiftung der Niederländischen Antillen (STINAPA) sorgen für seine Entsorgung. Aber es wird auch noch über eine kulinarische Option verhandelt: Lokale Fischer könnten gezielt Jagd auf den Feuerfisch machen und hätten dadurch noch zusätzlich eine lukrative Einnahmequelle. So würde der Feuerfisch womöglich doch noch ein gern gesehener Fisch werden.
KORSOU LIMPI BUNITA = Schönes, sauberes Curacao: Aluminium-Recycling bei Albert Heijn
Curacao bemüht sich mehr und mehr um seinen Umweltschutz. Seit Anfang September können nun Verbraucher Ihre leeren Aluminiumdosen kostenlos bei dem Supermarkt Albert Heijn in den bereit gestellten Containern entsorgen. Auch an einigen Schulen stehen bereits Aluminium-Wertstoffcontainer. Wir finden es eine gute Sache und möchten an dieser Stelle jeden Leser animieren, sich an dieser Maßnahme zu beteiligen.
Neues Angebot auf welcomecardcuracao.com
Seit einigen Wochen gibt es die Möglichkeit, sich im Internet für knapp 10 Euro eine Kreditkarten große Karte zu bestellen, mit der diverse Rabatte bei Restaurant-, Strand- oder Museumsbesuchen etc. erhältlich sind. So gibt es z. B. einen 50 % Preisnachlass auf dem Golfplatz von Bluebaai und zudem kostenlosen Zugang und gebührenfreie Strandliegen am Blue Baai Beach. Die teilnehmenden Restaurants gewähren im Schnitt einen Rabatt von 10 %, bei manchen ist das erste Getränk gratis. Wenn Sie Interesse an dieser Karte haben, können Sie auf der o. g. Internetseite Ihre persönliche Welcomecard-Curacao bestellen.
Der Sklave Tula wird posthum zum Nationalhelden von Curacao im Jahre 2010
Zur Erinnerung des Sklavenaufstandes von 1795 wurde nun im August 2010 der berühmte Freiheitskämpfer Tula zum Nationalheld ernannt. Am 17. August 1795 weigerten sich Dutzende von Sklaven der Knip-Plantage unter ihrem Anführer, Tula, an die Arbeit zu gehen. Sklaven der benachbarten Plantagen schlossen sich dem Aufstand an, welcher binnen drei Monate blutig niedergeschlagen wurde. Erst 1863 wurde die Sklaverei endgültig auf Curacao abgeschafft. Sehenswert ist daher nicht nur das umfangreiche Sklavenmuseum des Kura Hulanda Hotelkomplexes, sondern auf alle Fälle auch das Denkmal in Otrobanda, welches zur Ehre des Freiheitskämpfers, Tula, in der Nähe des Holiday Beach Hotels errichtet wurde.
Hui's Boot ist nach 6 Jahren Bauzeit endlich im Wasser
Nun endlich können sich unsere Gäste auf individuelle Bootstouren mit unserem Freund, Hui freuen. Zum Angeln, für einen Trip nach Klein Curacao - Sie entscheiden!
Into the blue mit CURASUB seit Juli 2010:
Curacao erhielt im Juli eine weitere Attraktion - das CURASUB. Wie die letzte, lateinische Silbe verrät, wird ab Juli abgetaucht. Das kanadische Tauchboot für bis zu 4 Passagiere, welches nahe des Sea Aquariums stationiert sein wird, lässt Wagemutige und Wissenschaftler aus aller Welt in bis zu 300 m Tiefe vordringen. Bevor auch Sie abtauchen können, wird noch etwas Zeit vergehen: Allerlei Dinge wie etwa die treibenden Ankertaue eines vor Mambo Beach liegenden großen Schiffes in 100 m Tiefe müssen zunächst eingesammelt werden, bevor Expeditionen beginnen. Und noch einen zweiten, kleinen Haken hat die Sache mit dem CURASUB:
Eine einstündige Tour mit dem U-Boot kostet stolze 650 U. S. Dollar - pro Person wohlgemerkt...
Lernen Sie den berühmtesten Kaugummi-Verkäufer von Curacao kennen:
Tagein tagaus sieht man ihn an der belebten Brievengat-Kreuzung von Willemstad unermüdlich herumlaufen; von morgens bis abends, in der prallen Sonne, auf dem heißen Asphalt: Rolando Adriana - ein sympathischer, hoch gewachsener, junger Mann mit tiefschwarzer Haut, einem strahlenden Lächeln mit blitzweißen Zähnen, die Haare durch Rastazöpfe gebändigt. Wann immer die Ampel auf Rot schaltet, beginnt der Countdown: Schnellen Schrittes klappert er Rotphase für Rotphase die Autoschlangen ab und versucht in der kurz bemessenen Zeit seine Ware an die Fahrer zu bringen. Und an die zahlreichen Stammkunden. Denn Rolando gehört zur Brievengat-Kreuzung wie die Emma-Bridge zu Willemstad. Sein Verdienst ist kläglich: Gerade mal ein Florin zahlt man für die beiden Päckchen Kaugummi, die er feil bietet. Und so läuft er Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Immer freundlich, immer gut gelaunt! Selbst Zeit für einen kleinen Plausch ist dann und wann für ihn drin wie wir im letzten Jahr erfahren durften:
Als er uns fragt, wie es uns ginge, entgegne ich, dass ich gerade Sophie von dem erfolgreich bestandenen Theorie-Examen für den Führerschein abgeholt habe - ein Strahlen geht über sein Gesicht, als handele es sich um seine eigene Schwester, die die Prüfung bestanden hat. Sofort greift er in seine Kaugummi-Box und reicht zwei weitere Päckchen Kaugummi als Geschenk durch`s Fenster an Sophie: "Congratulations, man!" freut er sich mit uns. Wir sind nicht die Einzigen, die von Rolandos Warmherzigkeit begeistert sind: Kürzlich wurde dem charismatischen, jungen Mann eine Auszeichnung vom Ministerium überreicht:Rolando wurde für sein vorbildliches Wirken als "Hoben maskulino di aña 2010" ausgezeichnet - als Junger Mann des Jahres 2010!
Intelligenter Stromlieferant Aqualectra:
Natürlich ist es herrlich, dass wir uns hier beinahe täglich den wunderbaren Passatwind um die Nase wehen lassen können. Wahrscheinlich verdanken wir es ihm, dass wir ganzjährig das Inselklima als so angenehm empfinden. Dass diese beständige Brise auch noch einen weiteren Nutzen besitzt, weiß der ansässige Energieversorger auch seit längerem und betreibt zwei Windparks auf Curacao. Nun werden die beiden bestehenden Windparks modernisiert, so dass bereits ab 2011 anstelle von 9 Megawatt stolze 30 Megawatt erzeugt werden, womit immerhin beinahe ein Drittel des Energiebedarfs der Insel durch Windenergie erzeugt wird. Bei facebook würde man jetzt wohl den Button "Mir gefällt das!" anklicken!
Mangroven - Retter der Nation
Rund um das Spanische Wasser sieht man immer wieder Abschnitte, die von strauchartigen Pflanzen mit eigenwilligen Stelzwurzeln besiedelt sind: Mangroven.
Ihre Attraktivität ist durch ihre vielen, recht bizarren Zusatzwurzeln, nicht gerade hitverdächtig: Keine zauberhafte Blütenpracht, sondern nur ein schlichtes, grünes Blätterkleid, in dem sich die Mangrove präsentiert. Doch die nackten Stelzbeinchen müssen sein: Von den senkrecht aus dem Boden wachsenden Wurzeln hängt das Überleben der Mangroven ab – nur dank ihrer stakseligen Wurzeln kann die Pflanze so aus der Luft den für sie lebenswichtigen Sauerstoff aufnehmen; sie leistet damit ganz nebenbei einen bedeutenden Dienst am Land: Küstenschutz. Durch die Mengen an Atemwurzeln wird die Ablagerung von Sand und Schlick begünstigt, so dass die Mangroven den Küstenstreifen vor Erosion schützen.
Nota bene: Für die inhaltliche Richtigkeit wird keine Gewähr/Haftung übernommen.

